Blumenzwiebeln stecken – Vorfreude auf einen bunten Frühling

Der Herbst ist die richtige Jahreszeit, an (noch mehr) Frühjahrsnahrung für ganz zeitig im Jahr aktive Hummeln und Wildbienen zu denken. In guten Staudengärtnereien kann man sich jetzt mit Wild-Blumenzwiebeln und naturnahen, insektenfreundlichen Pflanzen versorgen, um damit neue Säume und Beete zu gestalten und den Garten noch artenreicher zu machen. Jeder m² zählt!

Kleine Traubenhyacinthe (Muscari botryoides) mit Mauerbiene

Im sonnigen, nährstoffarmen und eher trockenen Beet finden z.B. Tulipa tarda, Kugel-Lauch, Kleine Traubenhyazinthe und Gekielter Lauch einen geeigneten Platz neben Magerrasenpflanzen wie Wiesen-Salbei, Karthäuser-Nelke und Co..
Im Blumensaum vor Gehölzen oder in Blumenwiesen, die erst im späten Frühjahr das erste Mal im Jahr gemäht werden, können Dichter-Narzisse, Frühlings- und Elfen-Krokus, Blaustern und Winterling mit der Zeit gelb-blau-bunte Teppiche entwickeln.
An trockenen Stellen, z.B. unter Bäumen ist der beste Platz für den zarten und zugleich eindrucksvollen Dolden-Milchstern.

Und wer freut sich nicht schon im noch schneeweißen Wintergarten auf die ersten Schneeglöckchen, die ab Januar durch den Schnee blitzen?

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) gehören in jeden Garten und ins öffentliche Grün

In den Frühlingsgarten gehören freilich nicht nur typische Zwiebelblumen sondern auch möglichst viele Frühjahrsblumen, die sich zum Teil nach der Blütezeit, wenn es wärmer wird, im späten Frühling von der Oberfläche zurückziehen. Scharbockskraut, Busch-Windröschen, Bärlauch und Lerchensporn überdauern die warme Jahreszeit unter der Erde.
Leberblümchen, Lungenkraut, Küchenschellen und Christrosen blühen ebenfalls im zeitigen Frühjahr und sind wichtige Nahrungsquellen für Hummeln und andere Wildbienen – sie bereichern zudem auch nach der Blüte mit ihren attraktiven Blattstrukturen den naturnahen Garten.

Was natürlich auch nicht fehlen darf im Garten und öffentlichen Grün, wenn es ums Frühjahrs-Nektarangebot geht, sind Weiden, z.B. die ab Ende Februar blühende Sal-Weide. Mehr über Weiden im Garten lesen…

Auch Wintersteckzwiebeln und Knoblauch gehören im Herbst in den Boden. Wer Knoblauchknollen übrig hat, sollte ihn zwischen Erdbeeren und unter Obstgehölzen einpflanzen und damit seine pflanzenstärkende und antimykotische Wirkung nutzen. Und sogar als Zierpflanze und Insektenmagnet im Blumenbeet können die Kulturformen der Zwiebel, ebenso wie Schnittlauch verwendet werden.

die Blüten von Kulturzwiebeln sind auch attraktiv für Insekten